Mitglieder stellen sich vor
Dialog Plus Integration

Konzert Jugend Big Band am Entdeckertag
15.09.2017
Immer am zweiten Sonntag im September wird in der Region Hannover „Entdeckertag“ gefeiert. Mit dabei war diesmal auch die Jugend Big Band des Vereins Tolstoi mit einem fulminanten Konzert.

Alle Fotos: Dimitrij Czepurnyi
Alle Fotos: Dimitrij Czepurnyi

„Heute geht es mir sehr gut. Natürlich bin ich wegen diesem Konzert ein bisschen aufgeregt“, sagt die 12-jährige Kassandra: „Wir haben sehr lange dafür geprobt und haben jetzt endlich Vertrauen. Das werden wir auch zeigen.“ An diesem Sonntag zeigt das hübsche Mädchen mit Pferdeschwanz vollen Einsatz: Sie spielt Waldhorn, macht die Ansagen, gibt mit einer Freundin Tanzeinlagen und singt mit raumgreifender Stimme. Passend zu ihrem Lebensgefühl ist auch „I feel good“ von James Brown in ihrem Repertoire.

Open Air auf dem weitläufigen Gelände des Landesbildungszentrums für Blinde (LBZB) in Hannover-Kirchrode. Die Sonne scheint, ein bisschen aufgeregt waren die 20 jungen, zumeist russisch-stämmigen MusikerInnen und ihr Dirigent Vitaly Goranskyy schon vor ihren Auftritt. Der ging über Mittag und dauerte mit Pause fast drei Stunden. Im Programm der gut gelaunten Big Band: Jazz, Pop und Musical, mittendrin die Einlage einer Gesangsgruppe mit italienischen Schlager wie „Marina“ oder „Sag mir quando“.

„Es läuft ganz gut heute“, sagt Wlada (13), „die Aufregung geht so.“ Sie sitzt am elektrischen Klavier. Neben ihr eine Orgel, das Schlagzeug, die Percussion-Gruppe. Ein gefühlt Siebenjähriger schwenkt begeistert ein Tamburin. Daneben sitzen die Querflöten und die Bläser mit ihrem goldglänzenden „Blech“.

Schlagzeuger Michael hatte mit einem Song von Frank Sinatra aus dem Jahr 1943 einen großartigen Soloauftritt. „Das ist sehr schön. Es ist schon alt, aber man kann es auch in der heutigen Zeit singen“, sagt der 13-jährige. Das gilt für viele der von der Musikschule Goranskyy einstudierten Stücke. So gibt es eine Pophymne der deutschen Gruppe Supermax von 1968, oder, aus der gleichen Zeit, den Ohrwurm „Money“ von Pink Floyd. Viele moderne Klassiker also, an die sich die Jugendlichen ohne Scheu heranwagen.

„Ich habe mich schon ein bisschen dran gewöhnt, vor so vielen Leuten zu spielen“, sagt Ivan. Auch er ist 13 Jahre alt, sieht aber im weißen Hemd, Fliege und Jackett älter aus. Früher war er der Tanzpartner von Kassandra, jetzt spielt er Horn im Orchester. „Das Konzert läuft wirklich gut. Wir hatten einen tollen Start. Ich hoffe es wird noch besser“, meint die Saxophonistin Sonja (14). Auch sie hatte einen Soloauftritt. In der Big Band ist sie seit einem Jahr.

Der Auftritt der 20 jugendlichen MusikerInnen und SängerInnen war ein Highlight auf dem Fest im LBZB. Das vom Deutsch-russischen Hilfs- und Kulturwerk Tolstoi organisierte Konzert war für alle Gäste an diesem Sonntagmittag sicher ein besonderes Erlebnis. Eine von mehreren hundert guten Veranstaltungen am diesjährigen Regions-Entdeckertag, der sein 30. Jubiläum feierte.

(wobe)

Das Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) begeisterte in der Faust-Warenannahme
28.06.2018
„Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!“, begrüßte die Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), Mahjabin „Lipi“ Ahmed, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter ihnen auch Konstanze Beckedorf, städtische Sozial- und Sportdezernentin, und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

"Texturen" - ein Schreibprojekt von Faust: Mitmacher gesucht!
28.06.2018
Geschichten über das Zusammenleben in Linden
Eine A4 Seite und Sie sind/Du bis dabei!

Mit Gruppen und Einzelpersonen, allen Interessierten aus dem Stadtteil, wollen wir zum Thema „Zusammenleben im Stadtteil Linden“ einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produzieren. Wir freuen uns über alle, die Interesse haben mitzumachen.
Ziel dieses Projektes ist es, eine Erzählung zu schreiben, deren einzelne Kapitel von unterschiedlichen Menschen verfasst wurden und die sich, ausgehend von einem gemeinsamen Ausgangskapitel, vielfältig verzweigt. Siehe - www.texturen-linden.de -. Die Einzelkapitel werden über Links miteinander verbunden - http://www.kulturzentrum-faust.de/ebook-texturen-des-zusammenlebens/kapitel-1-ein-morgen-in-linden.html -. Zu jedem Kapitel können dabei Alternativkapitel angelegt werden. So entstehen unterschiedliche Textpfade, welche eine Vielzahl von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem Stadtteil wiedergeben.

Thema aller Geschichten soll das Zusammenleben im Stadtteil sein. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Mitmachen können alle Interessierten, sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Linden oder mit Bezug zu diesem Stadtteil. Es ist möglich, einzelne oder auch mehrere aufeinanderfolgende Kapitel beizusteuern.
Dabei sollte das Ende durchaus offen sein, damit andere Bezug nehmen und mit der Erzählung fortfahren können. Die einzelnen Kapitel sollten vom Umfang her auf keinen Fall länger als eine DIN-A4-Seite sein, gerne jedoch kürzer.

Kontakt:
www.texturen-linden.de
texturen@kulturzentrum-faust.de
Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“ – seit elf Jahren eine Erfolgsgeschichte
26.06.2018
Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Samstag nachmittag den 23.06.2018 spielten acht bunt gemischte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

Infoveranstaltung: Einblicke und Antworten zum Familiennachzug
28.05.2018
Vielen Geflüchteten wird das Recht auf ein Zusammenleben mit Familienangehörigen verweigert. Unter dem Motto „Familie Willkommen“ wurde darüber im Kulturzentrum Faust diskutiert.

„Willkommenskultur geht nicht ohne Familiennachzug“, sagt Lipi Mahjabin Ahmed in ihren Begrüßungsworten. Die von ihr geleitete Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.) hatte am 23. Mai 2018 in die Faust-Warenannahme geladen. Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust. „Wir wollen einen Einblick geben in die Lebenswirklichkeit der betroffenen Geflüchteten“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung, „und stellen Geschichten vor von Menschen, die ihre Familie wiedergefunden haben – oder auch nicht“.

„Hoffnung wechselt sich ab mit Zweifeln“ - so Tagebuchnotizen eines syrischen Flüchtlings, die zu Beginn der Veranstaltung verlesen werden. Ergreifende Einzelschicksale voller Zerrissenheit und Not: „Wenn ich nach Afghanistan zurückkehre, bin ich innerhalb eines Tages tot“, hat ein anderer notiert. Immer wieder geht es bei den Betroffenen um das Zusammensein mit den Angehörigen, um die Wichtigkeit des familiären Zusammenhalts. Für viele Geflüchtete ein unerfüllter Traum.

Über die „Praxis der Verhinderung zur Herstellung der Familieneinheit“ spricht Karim Alwasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in seinem einleitenden Vortrag: „Es wird alles dafür getan, möglichst wenig Visa erteilen zu müssen.“ Lange Bearbeitungszeiten und hohe bürokratische Hürden seien normal, wenn Geflüchtete Anträge auf Familiennachzug stellten. Nur Asylberechtigte nach Grundgesetz oder nach Genfer Konvention Anerkannte genießen volle Rechte. Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für alle anderen - es handelt sich derzeit um ca. 205.000 „subsidiär geschützte“ Personen - ist seit 2016 ausgesetzt. Die Große Koalition hat sich allerdings darauf verständigt, dass ab August 2018 monatlich bis zu 1000 Angehörige – plus Härtefälle – einreisen dürfen. Alwasiti: „Dieser Gesetzentwurf ist ein Schlag ins Gesicht aller Unterstützer!“

„Niemand in meiner Partei ist mit diesem Kompromiss zum Familiennachzug glücklich“, räumt Yasmin Fahimi (SPD) ein: „Ich will alle hier ermuntern, eine laute Stimme zu sein“. Die prominente hannoversche Bundestagsabgeordnete eröffnet mit starken Worten die von Kai Weber, dem Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, moderierte Podiumsdiskussion. „Das Maß der Unmenschlichkeit, das wir auf diesem Planeten erleben, ist unerträglich,“ sagt Fahimi. Und zum Thema Asyl: „ Die Stimmung ist dramatisch gekippt!“

„Jetzt haben wir viele Rückschläge. So wird die Integration nicht laufen. Dabei haben wir davon geträumt, in Deutschland eine Perspektive zu haben“, so der Diskussionsbeitrag von Fahad Al-Hutaimi, einem anerkannten Flüchtling aus Syrien: „Wir haben allen Respekt der deutschen Gesellschaft gesehen. Wir reden über Werte und über Humanität. Aber wir haben das nicht geschafft!“

Benedikt Behlert von der Uni Bochum kommentiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition zum Familiennachzug als weitere Restriktion in Folge der bereits verabschiedeten „Asylpakete“. Der weitere Verlauf der Diskussion gleitet ins Parteipolitische ab, die ehemalige SPD-Generalsekretärin Fahimi dominiert die Debatte. Sie beschwört „Integration und Zusammenhalt in unserem Land“ und wird aus dem Publikum heraus von einer Linken-Aktivistin polemisch angegriffen. Ein schönes Schlusswort spricht Flüchtling Al-Hutaimi: „Deutschland ist bunt und wir gehören dazu!“

Wolfgang Becker
An der IGS Mühlenberg erklangen vor einem begeisterten Publikum „Zigeunerweisen“ und "Tierstimmen" - das fulminante Abendkonzert im Theater am Aegi fand dagegen kaum Interesse
26.04.2018
Fast 800 SchülerInnen drängten sich am 25. April 2018 zum „Kinderkonzert“ der Roma und Sinti Philharmoniker in der Aula der IGS Mühlenberg – nach dem Umbau heißt sie heute Leonore Goldschmidt Schule. Die vielen Kinder und Jugendlichen kamen mit ihren LehrerInnen aus der IGS und zwei Grundschulen. Die Stimmung war großartig – es gab viel Applaus.


21.08.
Mit Besuch des Klimahauses
Präsentiert von: kargah e. V.
ganztägig
Eintritt: frei; Anmeldung unter suana@kargah.de
kargah e. V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
21.08.
Schreibwerkstatt für Frauen

Präsentiert von: kargah e. V.
17 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
25.08.
Das interkulturelle Begegnungs- und Bildungscafé tischt auf
Präsentiert von: kargah e. V.
14 - 19 Uhr
Eintritt: frei
Faustwiese und kargah-Haus
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
31.08.
Setzt ein Zeichen gegen Rassismus und feiert mit uns im Rahmen der dreiteiligen Veranstaltungsreihe “Internationale Mini-Olympiade 2018 – Stand up gegen Rassismus” für mehr Toleranz und Begegnung auf Augenhöhe.
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
ab 18 Uhr Programm
Eintritt: frei
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30167 Hannover
01.09.
Im Internet, auf der Familienfeier oder an der Bushaltestelle: Mit dem mittlerweile salonfähig gewordenen Alltagsrassismus sind viele von uns tagtäglich konfrontiert ...,
Präsentiert von: IIK e. V.
10 - 16 Uhr
Eintritt: frei; Anmeldungen unter info@iik-hannover.de
IIK
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
02.09.
Aufruf zur Antikriegstags-Demo am 2. September in Unterlüß
Präsentiert von: NAV-DEM Hannover e. V.
12 Uhr
Eintritt: frei
Unterlüß
Südheide - zwischen Celle und Uelzen
08.09.
Informationen und Anmeldung unter 0511 – 352 20 20 (Di. – Fr. 10:00 – 14:00 Uhr)
Präsentiert von: Tolstoi e. V. Hannover
zweitägig 08.-09.09.2018
15.09.
Sanskrit Course for Beginners in cooperation with VHS Hannover
jeweils 11 - 15 Uhr
Eintritt: VHS
Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule
Burgstr. 14
30159 Hannover
MiSO e. V.
19.09.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
MiSO - Netzwerk Hannover
Mengendamm 12
30177 Hannover
© Foto: Subhrajit Bhattacharjee
28.09.
Benefizkonzert, Reportage & Fotoausstellung in der Christuskirche
Präsentiert von: AK BIN
19 Uhr, Einlass 18:30 Uhr
Eintritt: frei. Spenden erwünscht
Christuskirche
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1
30167 Hannover-Nordstadt
17.10.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: kargah e. V.
Um 16:30 Uhr
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
19.10.
Die Konferenz findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover statt.
Präsentiert von: MiSO e. V.
14 - 19:30 Uhr
Eintritt: frei
Neues Rathaus
- Mosaiksaal -
Trammplatz 2
Hannover - Mitte
21.11.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 16:30 Uhr
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover

© 2018 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.