Mitglieder stellen sich vor
Arbeitsgemeinschaft MigrantInnen und Flüchtlinge in Niedersachsen

Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!
05.02.2018
Bis in die 1990er Jahre wurden die Bezeichnungen Ezide, Jeside, Yezide und ezidische, jesidische, yezidische Kurden unterschiedslos gebraucht und außerhalb des 'Nahen Osten' fast ausschließlich auf die Menschen bezogen, die wegen Menschenrechtsverletzungen seit den 1980er Jahren die Türkei (Südostanatolien) verließen und überwiegend in Niedersachsen und Nordrhrein-Westfalen Gruppenasyl erhielten. Die Mehrheit von ihnen bezeichnete sich als dem 'Volk der Kurden' zugehörig und religiös Glaubensinhalten sowie Riten des Ezidentums verbunden. (…)

Nach dem Überfall des IS (Islamischer Staat) auf den Schingal ab Anfang August 2014, von den Peschmerga-Verbänden ohne Gegenwehr zugelassen, und nach den Massakern an der Bevölkerung wurde von den genannten Vereinen und ihren Partnern als Eigenname für alle mit dem Ezidentum verbundenen Menschen die Bezeichnung 'Yezide' proklamiert, wie z. B. in Ausgaben der Zeitschrift 'Bedrohte Völker' beobachtet werden kann (…).

Der Umgang mit den Eziden im Nordirak brachte die Islamisierungs- und Kurdisierungspolitik voran, teilte die Gemeinschaft zusätzlich in Lager und setzte Fluchtbewegungen ab Ende der 1990er Jahre nach Westeuropa in Gang. Diese Flüchtlinge nennen sich wie die im Schingal gebliebene Mehrheit mit
Menschen in der Ninive-Ebene und um Lalisch Eziden, Nachkommen der indigenen Bevölkerung der Landschaft Kurdistan. Sie zählen sich nicht zum 'Volk der Kurden.'

Die Zahl der nach Deutschland, Westeuropa und Skandinavien gekommenen Eziden aus dem Nordirak ist durch die Eziden gestiegen, die nach der Auflösung der UdSSR in den 1990er Jahren nach Westeuropa besonders aus Armenien und Georgien flohen, und durch die Eziden, die seit etwa 2000 Syrien verlassen. Vergleichbar den Yeziden aus der Osttürkei bestehen ihre Kontakte
vorzugsweise zwischen Menschen aus dem gleichen Herkunftsland. Statistische Erhebungen zu den Angehörigen des Ezidentums fehlen. Geschätzt wird, dass inzwischen mehr als 80.000 Menschen der Minderheit in Deutschland leben (…)

Die Gesprächspartner aus dem 'Nahen Osten' haben Vorschläge zur Revitalisierung des Ezidentums gemacht, z. B. zur Theologie und Anthropologie. Sie wollen zur Eingliederung der Eziden/Yeziden in die neue Heimat beitragen, die ezidische/yezidische Gemeinschaft an ihre Wurzeln und die anderen monotheistischen Religionen an das gemeinsame, sie alle und die gesamte Menschheit verbindende Gut erinnern, wie es von Eziden in Flüchtlingscamps in Südostanatolien und dem Nordirak regelmäßig gehört wird und so zusammengefasst werden kann: „Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!“

Auszüge aus dem Vorwort. Die gesamte 48-seitige Broschüre mit Texten von Hasso Omriko, Dr. Lutz Brade, Bave Azad und Hatab Omar ist Ende 2017 erschienen und bei der Ezidischen Akademie erhältlich.

Gut besuchtes "Concert for Rohingya" am 28.09.2018 in der Christuskirche brachte 850 € Spenden
02.10.2018
Das größte Flüchtlingslager der Welt liegt in Bangladesh. Am 28. September 2018 machte eine Benefizveranstaltung in der Christuskirche auf die dort lebenden Rohingya aufmerksam.

Knapp eine Million Menschen sind in den letzten zwei Jahren aus Myanmar (Burma) ins benachbarte Bangladesch geflohen. Sie gehören der muslimischen Volksgruppe der Rohingya an, die im mehrheitlich buddhistischen Myanmar diskriminiert und verfolgt wird. Im selbst völlig verarmte Bangladesch, im bengalischen Cox’s Bazar, ist das größte Flüchtlingslager der Welt entstanden.

UnterstützerInnen für Sprachkurse gesucht
14.09.2018
Wir, die Initiative für Internationalen Kulturaustausch, suchen dringend Unterstützer*innen für unsere Alphabetisierungs- und A1 und A2 Kurse! Es wäre schön, wenn ihr schon Erfahrungen im Unterrichten von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund habt! Ihr solltet spontan, kreativ und geduldig sein und Spaß am Unterrichten dieser Zielgruppe haben. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann meldet euch bitte. Wir freuen uns auf euch!

Ansprechpartnerin: Kathlen Dreckshage (Ehrenamtskoordination)

Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover

Tel.: 0511-44 04 84

info@iik-hannover.de

www.iik-hannover.de


Das Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) begeisterte in der Faust-Warenannahme
28.06.2018
„Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!“, begrüßte die Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), Mahjabin „Lipi“ Ahmed, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter ihnen auch Konstanze Beckedorf, städtische Sozial- und Sportdezernentin, und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

"Texturen" - ein Schreibprojekt von Faust: Mitmacher gesucht!
28.06.2018
Geschichten über das Zusammenleben in Linden
Eine A4 Seite und Sie sind/Du bis dabei!

Mit Gruppen und Einzelpersonen, allen Interessierten aus dem Stadtteil, wollen wir zum Thema „Zusammenleben im Stadtteil Linden“ einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produzieren. Wir freuen uns über alle, die Interesse haben mitzumachen.
Ziel dieses Projektes ist es, eine Erzählung zu schreiben, deren einzelne Kapitel von unterschiedlichen Menschen verfasst wurden und die sich, ausgehend von einem gemeinsamen Ausgangskapitel, vielfältig verzweigt. Siehe - www.texturen-linden.de -. Die Einzelkapitel werden über Links miteinander verbunden - http://www.kulturzentrum-faust.de/ebook-texturen-des-zusammenlebens/kapitel-1-ein-morgen-in-linden.html -. Zu jedem Kapitel können dabei Alternativkapitel angelegt werden. So entstehen unterschiedliche Textpfade, welche eine Vielzahl von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem Stadtteil wiedergeben.

Thema aller Geschichten soll das Zusammenleben im Stadtteil sein. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Mitmachen können alle Interessierten, sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Linden oder mit Bezug zu diesem Stadtteil. Es ist möglich, einzelne oder auch mehrere aufeinanderfolgende Kapitel beizusteuern.
Dabei sollte das Ende durchaus offen sein, damit andere Bezug nehmen und mit der Erzählung fortfahren können. Die einzelnen Kapitel sollten vom Umfang her auf keinen Fall länger als eine DIN-A4-Seite sein, gerne jedoch kürzer.

Kontakt:
www.texturen-linden.de
texturen@kulturzentrum-faust.de
Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“ – seit elf Jahren eine Erfolgsgeschichte
26.06.2018
Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Samstag nachmittag den 23.06.2018 spielten acht bunt gemischte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

03.11.
Referent Jörg Beismann

Anmeldung unter mana.atiglo@adv-nord.org oder telefonisch unter 0511 261 1582
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 10:00 Uhr
Eintritt: Frei
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
06.11.
Vortragsabend zu politischen Machtstrukturen und Zivilgesellschaftlichen Intiativen.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Um 19:00 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Straße 92
30165 Hannover
10.11.
Präsentiert von: amfn e. V.
amfn e.V.
Kurt-Schumacher-Str. 2
30159 Hannover
16.11.
Gitarrenklänge und politische Texte, Konzert und interkulturelles Buffet
Präsentiert von: kargah e. V.
Um 18:30 Uhr
Eintritt: frei
kargah e.V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
21.11.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 16:30 Uhr
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
MiSO e. V.
21.11.
Aus Myanmar geflohen, leben etwa eine Million Rohingya in Lagern in Bangladesch: Dort ist mit Cox's Bazar das größte Flüchtlingscamp der Welt entstanden. Vorträge und Fotoausstellung, eine gemeinsame Menschenrechtsveranstaltung von MiSO, IIK und AK Bangladesch.
Präsentiert von: MiSO e. V.
19 Uhr
Eintritt: frei
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
24.11.
Referent*innen Nina Gawohl und Eby Tangara

Anmeldung unter mana.atiglo@adv-nord.org oder telefonisch unter 0511 261 1582
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 10:00 Uhr
Eintritt: frei
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover

© 2018 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.