Migrationskonferenz 2018
Landeshauptstadt und MiSO laden ins Neue Rathaus ein

Die Landeshauptstadt Hannover lädt gemeinsam mit dem MiSO-Netzwerk Hannover e. V. am Freitag, 19. Oktober 2018, von 13:30 bis 19:30 Uhr zu einer „Migrationskonferenz“ in das Neue Rathaus (Mosaiksaal) ein. Eingeladen sind alle EinwohnerInnen der Stadt, die sich für Fragen der Einwanderung interessieren und engagieren. Ganz besonders eingeladen sind Mitglieder von MigrantInnenorganisationen, Integrationsbeiräten und anderen Einrichtungen / Initiativen, denen die Gestaltung des Zusammenlebens in der Einwanderungsstadt Hannover ein wichtiges Anliegen ist.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen unter info@miso-netzwerk.de sind erwünscht, eine spontane Teilnahme ist aber auch möglich. Platzreservierungen sind leider nicht möglich.

Themen Fachvortrag und Workshops auf der Konferenz

Impuls-Vortrag des Journalisten, Autors und Migrationsforschers Mark Terkessidis (Köln / Berlin): „Deutschland nach der Migration - Integrationsfeindliche Gedanken für eine Gesellschaft im Wandel“ mit Diskussion

Workshop I: Interkulturelle Öffnung – Begegnung mit Geflüchteten

Der Einstieg erfolgt über ein Impulsreferat zu dem Begriff „Interkulturelle Öffnung“. Ausgehend von den allgemeinen Grundannahmen, dass

· Integration keine Einbahnstraße ist,
· Kennenlernen und Begegnung die besten Mittel gegen das Entstehen von Vorurteilen und Diskriminierung sind,
· Organisationen wie z.B. die öffentliche Verwaltung, die sozialen Dienste, der Gesundheitssektor, Schule und Hochschule, Kultureinrichtungen, die Medien usw. auf die kulturelle Vielfalt einer Gesellschaft angemessen reagieren sollten,

diskutieren wir über Möglichkeiten und Grenzen der interkulturellen Öffnung in Politik und Gesellschaft, insbesondere in unserer eigenen konkreten Lebenswirklichkeit. Welche Erfahrungen haben wir, welche Lösungen und Strategien sehen wir für unsere Stadt?

Workshop II: Rassismus und Rechtspopulismus – Herausforderungen für das Zusammenleben in Hannover

Das gesellschaftliche Klima für Menschen mit Einwanderungsgeschichte hat sich deutlich verschlechtert. Mit dem Auftreten von Pegida und dem Einzug der AfD zunächst in die Landtage und dann auch in den Bundestag, hat sich der politische Diskurs nach rechts verschoben; rassistische Positionen sind wieder salonfähig geworden. Auch in Hannover haben diskriminierende und rassistische Vorfälle stark zugenommen. 107-mal haben sich Menschen wegen entsprechender Vorfälle im vergangenen Jahr hilfesuchend an die städtische Antidiskriminierungsstelle (ADS) gewandt.

Im LIP heißt es, dass „mittelfristig darauf hingearbeitet werden [muss], dass ein Konsens in der Stadtgesellschaft entsteht, der rassistische und diskriminierende Taten und Strategien unmissverständlich ächtet“. Wie können Akteure der Stadtgesellschaft dieser Entwicklung entgegenwirken? Was sind die derzeitigen, konkreten Herausforderungen? Welche (erfolgreichen) Handlungsansätze gibt es bereits und was braucht es zur Unterstützung?

Workshop III: Haus der Kosmopoliten – ein interkulturelles Haus für Hannover

Hannover ist eine Stadt, in der immer mehr kosmopolitische Menschen zu Hause sind. Schon lange besteht der Wunsch nach einem Ort, an dem dies sichtbar und erlebbar wird, an dem interkulturelle Begegnungen stattfinden können und internationale Kultur eine prominente Plattform bekommt. Erstmals 2008 im Lokalen Integrationsplan formuliert, erhält die Idee durch Hannovers Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt, die Arbeit an einem Kulturentwicklungsplan und an einem Handlungskonzept „Internationale Stadt“ der Landeshauptstadt Hannover derzeit neuen Schwung. Mit diesem Workshop laden wir euch ein, um an die ersten Ideen anzuknüpfen und neue Visionen zu spinnen. Wie könnte ein Haus der Kosmopoliten aussehen? In fünf interaktiven Stationen könnt ihr dazu eurer Fantasie freien Lauf lassen!

Workshop IV: Ein Teilhabegesetz für Niedersachsen?

Integration braucht Verbindlichkeit und klare Regeln – für alle am Prozess der Integration Beteiligten. Mit Blick auf die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft ist die Zustimmung einer breiten Mehrheit der Bevölkerung – dazu zählen die Migrationscommunities – für die Werte unserer Grundrechte wichtiger denn je.

Dies erfordert die Verantwortungsübernahme durch die Schaffung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingung durch Politik und Verwaltung im Bund, in den Ländern und in den Kommunen.

Mit dem Partizipations- und Teilhabegesetz können die MSO ihre Arbeit weiter aufbauen. Beispiele hierfür gibt es bereits. Die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen… haben mit einem solchen Gesetz eine verbindliche Basis für Integration geschaffen.

Workshop V: Lokaler Integrationsplan LIP – Rück- und Ausblick

Als 2008 der Lokale Integrationsplan (LIP) veröffentlicht wurde, war er ein Meilenstein in der kommunalen Migrationsarbeit in der Landeshauptstadt Hannover. Nun sind zehn Jahre vergangen, in denen beachtliche Veränderungen auf der kommunalen Ebene stattgefunden haben. Dazu gehören das Wiedereinsetzen von realer Einwanderung insgesamt sowie die Ankunft zahlreicher Geflüchteter insbesondere in den Jahren 2015-2016, aber auch der Aufstieg des Rechtspopulismus einerseits und das Stärkerwerden der Initiativen von Migrant*nnen und Geflüchteten sowie ihrer Selbstorganisationen andererseits.

In dem Workshop betrachten wir rückblickend den LIP in den letzten zehn Jahren. Dann beschäftigen wir uns mit den Fragen wie: Ist der Name LIP noch zeitgemäß? Welche Themen sollen im LIP noch behandelt werden? Wie kann dieser Plan zu einem stadtgesellschaftlichen Projekt werden?

Workshop VI: Mehrfachidentitäten – Wer bin ich? Das bin ich. Ich bin viele!

Was sehe ich, wenn ich in einen Spiegel schaue? Einen Menschen wie du und ich. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte fühlen sich häufig „zwischen den Stühlen“ wegen ihrer Herkunftsidentität und ihrer Identität in Deutschland. Dieses Prinzip der Mehrfachidentitäten spiegelt sich auch in der Zivilgesellschaft Hannovers wider, in der viele Nationalitäten zusammenleben. Dieser Workshop soll ein Bewusstsein für dieses Prinzip schaffen und den Austausch darüber fördern.

Gut besuchtes "Concert for Rohingya" am 28.09.2018 in der Christuskirche brachte 850 € Spenden
02.10.2018
Das größte Flüchtlingslager der Welt liegt in Bangladesh. Am 28. September 2018 machte eine Benefizveranstaltung in der Christuskirche auf die dort lebenden Rohingya aufmerksam.

Knapp eine Million Menschen sind in den letzten zwei Jahren aus Myanmar (Burma) ins benachbarte Bangladesch geflohen. Sie gehören der muslimischen Volksgruppe der Rohingya an, die im mehrheitlich buddhistischen Myanmar diskriminiert und verfolgt wird. Im selbst völlig verarmte Bangladesch, im bengalischen Cox’s Bazar, ist das größte Flüchtlingslager der Welt entstanden.

UnterstützerInnen für Sprachkurse gesucht
14.09.2018
Wir, die Initiative für Internationalen Kulturaustausch, suchen dringend Unterstützer*innen für unsere Alphabetisierungs- und A1 und A2 Kurse! Es wäre schön, wenn ihr schon Erfahrungen im Unterrichten von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund habt! Ihr solltet spontan, kreativ und geduldig sein und Spaß am Unterrichten dieser Zielgruppe haben. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann meldet euch bitte. Wir freuen uns auf euch!

Ansprechpartnerin: Kathlen Dreckshage (Ehrenamtskoordination)

Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover

Tel.: 0511-44 04 84

info@iik-hannover.de

www.iik-hannover.de


Das Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) begeisterte in der Faust-Warenannahme
28.06.2018
„Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!“, begrüßte die Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), Mahjabin „Lipi“ Ahmed, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter ihnen auch Konstanze Beckedorf, städtische Sozial- und Sportdezernentin, und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

"Texturen" - ein Schreibprojekt von Faust: Mitmacher gesucht!
28.06.2018
Geschichten über das Zusammenleben in Linden
Eine A4 Seite und Sie sind/Du bis dabei!

Mit Gruppen und Einzelpersonen, allen Interessierten aus dem Stadtteil, wollen wir zum Thema „Zusammenleben im Stadtteil Linden“ einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produzieren. Wir freuen uns über alle, die Interesse haben mitzumachen.
Ziel dieses Projektes ist es, eine Erzählung zu schreiben, deren einzelne Kapitel von unterschiedlichen Menschen verfasst wurden und die sich, ausgehend von einem gemeinsamen Ausgangskapitel, vielfältig verzweigt. Siehe - www.texturen-linden.de -. Die Einzelkapitel werden über Links miteinander verbunden - http://www.kulturzentrum-faust.de/ebook-texturen-des-zusammenlebens/kapitel-1-ein-morgen-in-linden.html -. Zu jedem Kapitel können dabei Alternativkapitel angelegt werden. So entstehen unterschiedliche Textpfade, welche eine Vielzahl von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem Stadtteil wiedergeben.

Thema aller Geschichten soll das Zusammenleben im Stadtteil sein. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Mitmachen können alle Interessierten, sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Linden oder mit Bezug zu diesem Stadtteil. Es ist möglich, einzelne oder auch mehrere aufeinanderfolgende Kapitel beizusteuern.
Dabei sollte das Ende durchaus offen sein, damit andere Bezug nehmen und mit der Erzählung fortfahren können. Die einzelnen Kapitel sollten vom Umfang her auf keinen Fall länger als eine DIN-A4-Seite sein, gerne jedoch kürzer.

Kontakt:
www.texturen-linden.de
texturen@kulturzentrum-faust.de
Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“ – seit elf Jahren eine Erfolgsgeschichte
26.06.2018
Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Samstag nachmittag den 23.06.2018 spielten acht bunt gemischte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

03.11.
Referent Jörg Beismann

Anmeldung unter mana.atiglo@adv-nord.org oder telefonisch unter 0511 261 1582
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 10:00 Uhr
Eintritt: Frei
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
06.11.
Vortragsabend zu politischen Machtstrukturen und Zivilgesellschaftlichen Intiativen.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Um 19:00 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Straße 92
30165 Hannover
10.11.
Präsentiert von: amfn e. V.
amfn e.V.
Kurt-Schumacher-Str. 2
30159 Hannover
16.11.
Gitarrenklänge und politische Texte, Konzert und interkulturelles Buffet
Präsentiert von: kargah e. V.
Um 18:30 Uhr
Eintritt: frei
kargah e.V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
21.11.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 16:30 Uhr
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
MiSO e. V.
21.11.
Aus Myanmar geflohen, leben etwa eine Million Rohingya in Lagern in Bangladesch: Dort ist mit Cox's Bazar das größte Flüchtlingscamp der Welt entstanden. Vorträge und Fotoausstellung, eine gemeinsame Menschenrechtsveranstaltung von MiSO, IIK und AK Bangladesch.
Präsentiert von: MiSO e. V.
19 Uhr
Eintritt: frei
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
24.11.
Referent*innen Nina Gawohl und Eby Tangara

Anmeldung unter mana.atiglo@adv-nord.org oder telefonisch unter 0511 261 1582
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 10:00 Uhr
Eintritt: frei
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover

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